9. Dezember 2007...12:25

Grand-Nazi-Dame Ilse Carola Salm starb im Juli 2007

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Die Rechtsextremistin Ilse Carola Salm [*24.03.1911-†29.07.2007] ist im Alter von 96 Jahren in Süddeutschland gestorben. Den Nationalsozialismus unterstützte sie aktiv als Funktionärin des „Bund deutscher Mädel“ [BDM], indem sie die Betreuung einer so genannten „Kükengruppe“ übernahm, in der Mädchen zwischen 10 und 14 Jahren auf den „Jungelmädelbund“ [JM] eingeschworen wurden. Ihr Mann, Fritz Krause, war zu jener Zeit Sozialreferent der „Reichsjugendführung“, die durch Gleichschaltung die fortdauernde Herrschaft der NSDAP absichern sollte. Später meldete sich Krause freiwillig als Soldat der Waffen-SS. Der Großteil der SS-Division „Florian Geyer“ wird am 12. Februar 1945 beim Fall von Budapest getötet, darunter auch Fritz Krause. Damit endet die deutsche Besatzung Budapests, der etwa ein Drittel der jüdischen Bevölkerung zum Opfer gefallen war. Ilse Carola Salm ging mit ihren Kindern zunächst nach Braunschweig und zog später in ein Haus in Söcking bei Starnberg.

Auch nach dem Ende des Nationalsozialismus war Salm fest in rechtsextreme Strukturen eingebunden und fungierte fortan als Brückenschlag zwischen neu-rechten Strömungen, parteigebunden Rechtsextremisten und „Freien Kameradschaften“, bis hin zur terroristischen Nazi-Szene. Zunächst engagierte Salm sich für die „Hilfsgemeinschaft auf Gegenseitigkeit der ehemaligen Angehörigen der Waffen-SS e.V.“ [HIAG], später wurde sie Mitglied im revanchistischen „Wikitobund“. Mit ihrer Tätigkeit als Autorin rechtsextremer Publikationen wie der „Deutschen Stimme“, „Nation & Europa“, „Deutschland in Geschichte und Gegenwart“, „Eckartbote“ sowie „Europa vorn“ und der „Junge Freiheit“, sowie diversen flämischen Propaganda-Organen nahm sie auch maßgeblich Einfluss auf die Entwicklung der „Neuen Rechten“ und ergriff publizistisch Partei für die pangermanische „Hermann-Niermann-Stiftung“, die immer wieder wegen personeller Überschneidungen und ihrer geistigen Nähe zum Rechtsextremismus in die Kritik geraten war. In den 1970er Jahre unterstützte sie aktiv die NPD und ihre Jugendorganisation, die „Jungen Nationaldemokraten“ [JN]. Sie knüpfte enge Kontakte zu flämischen Nationalisten, darunter der spätere „Voorpost“-Vorsitzende Francis van den Eynde, der heute auch der flämisch-nationalen Partei „Vlaams Belang“ angehört und vermittelte eine langanhaltende Zusammenarbeit zwischen der JN und „Voorpost“. In den Folgejahren organisierte Salm immer wieder die so genannten Flandernfahrten [Ijzerbedevaart] ins belgische Diksmuide, die vorallem der Vernetzung europäischer Nationalisten dient. Nach Angaben des NPD-Parteiorgans „Deutsche Stimme“ feierte sie auch ihren 90. Geburtstag gemeinsam mit der nationalistisch flämischen Gruppierung „Voorpost“.

Zuletzt lebte sie in einem Seniorenstift im Bayerischen Wald, wo sie im Juli 2007 verstorben ist. Die NPD freut sich unterdessen, dass die umfangreiche Bibliothek von Ilse Carola Salm in den Besitz des „Nationalen Bildungszentrums“ übergeht. Im Gegenzug dazu, geht sie laut DS als „grande dame des modernen europäischen Nationalismus“ in die Geschichtsschreibung der NPD ein.

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