USA verwiesen KZ-Wächter Martin Hartmann des Landes

Weil der heute 88jährige Martin Hartmann bei seiner Einreise in die USA seine Mitgliedschaft in der SS verschwiegen hatte, wurde dieser nach zweijährigen Ermittlungen von den US-Behörden vor die Tür gesetzt. Hartmann hat zugesichert die USA nie mehr zu betreten und mittlerweile seine Reise gen Deutschland angetreten.

Die Ruhe, die sich der frühere KZ-Wächter Martin Hartmann in den USA gönnte, hat nach 52 Jahren überraschend ein Ende genommen. Seine ehemalige Mitgliedschaft in einem SS-Wachregiment des KZ Sachsenhausen hatte die US-amerikanischen Behörden veranlasst, dem gebürtigen Rumänen Martin Hartmann die 1961 verliehende Staatsbürgerschaft wieder zu entziehen, einhergehend mit der Aufforderung die USA bis zum 31. August 2007 zu verlassen.

Martin Hartmann lies sich Mitte der 1950er Jahre gemeinsam mit seiner Frau Ellen in der Kleinstadt Mankato [Minnesota], später in Montanas Hauptstadt Helena nieder, wo sich der frühere KZ-Wächter eine neue Existenz als Schriftsetzer und Drucker aufbauen konnte. Ende der 1980er Jahre kaufte sich das Ehepaar Hartmann ein idyllisches Winterquartier in „Leisure World Arizona“, einer rund um die Uhr bewachten Seniorenwohnsiedlung, umsäumt von Schwimmbädern und Golfplätzen. Laut BBC news, lebte Hartmann die letzten vier Jahre in diesem Seniorenkomplex in Mesa im Bundesstaat Arizona – Tür an Tür mit Nathan Gasch, der selbst einige Zeit in Sachsenhausen interniert war und das Vernichtungslager Auschwitz überlebte. Dass er seinen Nachbarn einst in SS-Uniform auf einem Bild entdeckte behielt der heute 84jährige Gasch lange Zeit für sich. Die erzwungene Ausreise Hartmanns bedauert er hingegen nicht, schließlich sei er „einer von ihnen“ gewesen.

Wie DiePresse.com berichtet, hatte Hartmann selbst zugegeben „von 1943 bis 1945 dem SS-Totenkopfverband im Vernichtungslager Sachsenhausen angehört zu haben und als Wächter eingesperrter Zivilisten einen persönlichen Beitrag zum NS-Vernichtungsregime geleistet zu haben“. Seine 85jährige Frau Ellen Hartmann versucht die Schuld ihres Mannes abzuwiegeln und behauptet gegenüber der Presse zynisch, er hätte nicht wissen können, was wirklich im Konzentrationslager Sachsenhausen geschehen sei.

Eingangstor des KZ Sachsenhausen

Hartmann soll sich nun wieder in Deutschland aufhalten. Gegenüber der Regionalpresse gab Ellen Hartmann bekannt, ihr Mann halte sich bei Familienangehörigen in Berlin auf. Dort wo sie sich Beide vor etwa 60 Jahren erstmals in die Arme fielen. Darüber, ob Martin Hartmann strafrechtlich belangt und die Verbrechen im KZ Mauthausen weiter aufgeklärt werden können, befindet nun die deutsche Justiz. Der Menschenrechtsaktivist Bernd Michael Uhl hat nach eigenen Angaben, wegen „Beteiligung an Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ Srafanzeige gegen Martin Hartmann erstattet.

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Der Fall W. Linse – Opfer oder Täter? Droht ein neuer „Historikerstreit?“

Eigentlich hatte der Förderverein der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen geplant, die kritische Aufarbeitung der DDR-Geschichte mit dem „Walter-Linse-Preis“ zu entlohnen. Man hatte nur übersehen, dass der Namensgeber der Auszeichnung nicht nur Opfer des Stalinismus wurde, sondern 1940 in die NSDAP eingetreten war und sich im Nationalsozialismus maßgeblich an der Enteignung der jüdischen Bevölkerung beteiligte.

Unumstritten ist, dass der Rechtswissenschaftler Walter Linse [1903-1953] ab 1938 in der Industrie- und Handelskammer [IHK] Chemnitz als „Arisierungsbeauftragter“ tätig war, über konkrete Taten ist hingegen schon im Sommer ein heftiger Streit entbrannt. Laut taz-Bericht, formuliert der Politikwissenschaftler Benno Kirsch in einer Studie über Linse vorsichtig, diesem würden zwar Schuldgefühle unterstellt, aber er war „doch Teil des Verfolgungsapparats. Er konnte sehen, was geschah, und er hat nicht Nein gesagt.“ Anstatt dies zum Anlass zu nehmen von Walter Linse als Namenspatron abzusehen, wurde seine Person in aller Öffentlichkeit zum Widerstandskämpfer stilisiert und wie die Welt zu berichten weiß, rückt auch Kirsch seinen Forschungsgegenstand in selbiger Untersuchung abschließend verharmlosend aus der Riege der Täter: „Sein Widerstand war zwar nicht von der Art einer Sophie Scholl oder eines Georg Elser, das entsprach nicht seinem Naturell. [...] Die Taten, mit denen sich Linse gegen das Regime stellte, wiegen schwerer als jene, in denen er sich als Mitläufer, womöglich – wir wissen es nicht – als Profiteur erwies.“ In seinen weiteren Ausführungen heißt es, „dass man Linses Verhalten im Nationalsozialismus summarisch – bei aller Kritik – positiv bewerten kann: Er hat inmitten der moralischen Vergiftung, die die Deutschen durch die Nazis erlitten hatten, seine Integrität bewahren können.“ Spätestens hier wird deutlich, welcher Grundtenor der Betrachtung zu Grunde liegt: die „Deutschen“ werden zum „Opfer“, die „Nazis“ zum „Hitler“.

In einer Kurzexpertise des Historikers Klaus Bästlein wird eine Reihe falscher Behauptungen Kirschs entkräftet. Dieser muss sich den Vorwurf gefallen lassen, ihm würden „grundlegende Kenntnisse der NS-Judenverfolgung fehlen“ und er hätte weder Akten richtig studiert, noch Quellenkritik geübt. Seine Ausführungen erweisen sich überwiegend als haltlos und entsprechen der eigenen Intention. Da nützt es wenig, dass sich widerum der Historiker Michael Rudloff genötigt sieht in den „Historikerstreit“ einzusteigen und, laut Welt, in einer Sendung des RBB pauschal verlautbart: „Alles was ich von Linse kenne, deutet darauf hin, dass er auf keinen Fall Antisemit war.“ Kurz darauf legt er im Tagesspiegel nach, sieht die Gefahr einer Vorverurteilung von NS-Tätern und verkündet die lang erwartete „Wahrheit über Walter Linse“. Der „Held“ von West-Berlin, hinterrücks von der Stasi entführt und ermordet, habe Widerstand gegen das NS-Regime geleistet, indem er in „mindestens zwei Fällen“ Verschleppungen von Juden abwendete. Die Debatte dreht sich im Kreis. Bästlein hatte sich nicht wie Rudloff polemisierend vor die Fernsehkameras gedrängt, sondern Archivmaterial durchkämmt, um kurzerhand das Gegenteil dieser Darstellung zu beweisen. Die geplanten Preisverleihung werden nun noch etwas auf sich warten lassen. Die Gedenkstätte Hohenschönhausen hat das Institut für Zeitgeschichte [IfZ] in München um ein eigenes Gutachten gebeten hat und will auch die Rolle der IHK Chemnitz geklärt wissen.

Unabhängig davon, welche grotesken Formen die öffentliche Debatte über die Biografie Linses und das „Gedenken“ an ihn weiterhin nehmen wird – seine Kritiker haben einen deutlichen Vorsprung: 2008 wird die mit 5000 Euro dotierte Auszeichnung „Hohenschönhausen-Preis“ heißen.

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Eingeordnet unter D, Walter Linse

Paul Hafners zweite Hauptrolle

Der 1923 in Südtirol geborene, ehemalige SS-Obersturmführer und Holocaust-Leugner Paul Maria Hafner lebt seit nunmehr 52 Jahren gut situiert im Norden von Madrid. Seinen Wohnort hat er vermutlich so gewählt, dass ihm die räumliche Nähe zu einer deutschen Schule, der deutschen Buchhandlung und einem deutschen Gastronomiegewerbe ein Stück „Heimat in der Fremde“ bietet. Von dort aus unterhält er regen Kontakt zu Gleichgesinnten, darunter Joachim Heyroth [99 J.], der frühere Kombattant in der „Legion Condor“, der sich mit den Bombardements auf das spanische Guernica rühmt, sowie in Marbella untergetauchte militante Neonazis wie Gerd Honsik [66 J.] oder dem ehemaligen Mitglied der SS-Leibstandarte „Adolf Hitler“, Wolfgang Jugler.

Insgeheim hofft Paul Hafner, der Adolf Hitler zur vernünftigsten und gleichwohl „bedeutenste[n] Persönlichkeit der bisherigen Weltgeschichte“ verklärt, dass „Deutschland wieder zu einem Reich wird.“

Diese und andere Verheißungen konnte der österreichische Filmemacher Günter Schwaiger dem Altnazi in dem Dokumentafilm „Hafner’s Paradise“ [2007] entlocken. Der Journalist Paul Ingendaay glaubt in einigen Phrasen Hafners gar „eine Kindheit voller verdrängter Sexualität, Inzestangst und Inzestbegehren“ zu erkennen. Selbstgefällig berichtet Hafner über seinen Eintritt in die SS am 17. Februar 1941. Zu der Frage was er zwischen den Jahren 1941 und 1945 gemacht hat, hält er sich in gellendem Schweigen. Das er unter anderem in den Konzentrationslagern Buchenwald und Dachau war, will er nicht leugnen – was dort geschehen ist und für welche Taten er wohlmöglich die Verantwortung trägt schon. Als ihn schließlich der 83jährige Hans Landauer, ein ehemaliger Häftling des KZ Dachau, an seinem Wohnzimmertisch mit den nationalsozialistischen Verbrechen konfrontiert, muss sich dieser grotsker Weise den Vorwurf gefallen lassen die Shoah überlebt zu haben.

Es bleibt ein ambivalentes Unterfangen, ein authentisches Porträt des ungeschminkten NS-Verbrechers zu zeichnen, welches dem ideologisch verblendeten Altnazi zugleich ein Podium für nationalsozialistische Hetze und revisionistische Propaganda bietet. Ein Interview gibt Auskunft darüber, dass sich der Dokumentafilmer sich dessen durchaus bewusst war: „Das Idealbild seiner selbst zu bauen war für ihn ebenso unmöglich, wie für mich, die Idealfigur vom zerbrochenen Nazi zusammenzubasteln, was fürs Publikum sehr angenehm gewesen wäre. Das entspricht einfach nicht der Realität.“ Nach dreizehn Monaten Dreharbeiten und Bearbeitungszeit, während denen sich der gesundheitliche Zustand Hafners deutlich verschlechterte, konnte der Film in einem kleinen Kino Madrids uraufgeführt werden und fortan die Geschichte des unbelehrbaren NS-Täters ins Gedächtnis rufen. Die Bild echauviert sich unterdessen darüber, dass Höfner gleichzeitig Rentenzahlungen aus Spanien, Italien und Deutschland erhalten soll.

Paul Hafner   Paul Hafner   Paul Hafner
Bildnachweis: Günter Schwaiger, 2007

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Eingeordnet unter E, Paul Maria Hafner

Ustaša-Funktionär Ivo Rojnica in Argentinien verstorben

Zu der Forderung den in Argentinien untergetauchten Ustaša-Funktionär und NS-Kollaborateur Ivo ‘Juan’ Rojnica [*1915-†01.12.2007] vor ein Gericht zu bringen, wird es nicht mehr kommen. Rojnica verstarb am 1. Dezember 2007 im Alter von 92 Jahren in Argentinien. Trotz zweijäriger Bemühungen des „Simon-Wiesenthal-Centre“ den Kriegsverbrecher Rojnica zur Verantwortung zu ziehen, wurde weder Anklage gegen ihn erhoben, noch um die Auslieferung Rojnicas gebeten, obwohl die Bereitschaft der argentinischen Behörden hierzu ausdrücklich vorlag. Wie die european jewish press“ berichtet, liegt das Versäumnis offenbar bei der kroatischen Justiz.

Während des zweiten Weltkrieges war Rojnica Kommandant der kroatisch-fachistischen Ustaša-Bewegung in Dubrovnik an der Adria. Wie von ihm persönlich unterzeichnete Dokumente belegen, verbietet Rojnica es den Serben und Juden der Stadt Dubrovnik 1941 nach 19 Uhr die Straße zu betreten oder ihre Geschäfte zu öffnen. Laut Sergio Widder vom „Simon-Wiesenthal-Centre“ in Latainamerika hat Rojnica eine aktive Rolle bei der Verfolgung und Entrechtung von Serben, Juden, Roma und Oppositionellen gespielt, Exekutionen durchgeführt und Menschen in Konzentrationslager deportieren lassen. Wie aus einem Dokument des „British War Office“ deutlich wird, welches in Ansätzen Auskunft über die Verbrechen Rojnicas gibt, widmete sich dieser in SS-Uniform der Aufgabe, die so genannte Perle der Adria „von verdächtigen Elementen und Juden“ zu säubern.

Bereits 1947 forderte Großbritannien die jugoslawische Regierung zur Festnahme Rojnicas auf und fügte dem Schreiben eine Namensliste von etwa 50 Menschen bei, die in seinem Auftrag verhaftet, gefoltert oder deportiert wurden. Unter dem Alias-Namen Ivan Rajčinović war er jedoch bereits per Schiff nach Argentinien geflohen und lebte seither – nur 300 Meter entfernt von der Residenz des Präsidenten ["quinta presidencial de Olivos"] – in einem luxeriösen Anwesen in Vicenté López, einem Vorort von Buenos Aires. Er erhielt die argentinische Staatsbürgerschaft, nahm schnell die Führungsposition der lokalen kroatischen Gemeinde ein und gründete das kroatisch-lateinamerikanischen Kulturinstitut ["Instituto Croata Latinoamericano de Cultura"]. In der 1990er Jahren wollte der frühere kroatische Präsident Franjo Tuđjman – selbst glühender Nationalist, Antisemit und Geschichtsrevisionist – Rojnica zum Posten des kroatischen Botschafters in Argentinien verhelfen, musste sein Vorhaben jedoch aufgrund internationaler Proteste zurücknehmen. Rojnica – von der kroatischen Regierung stets als staatstragende Figur gerühmt – finanzierte die Zagreber Zeitschrift „Studia Croatica“ und wurde für sein tatkräftiges Engagement für das Ansehen Kroations in Südamerika augezeichnet.

Wie das „Argentinische Tageblatt“ Ende des letzten Jahres berichtete, hat der TV-Sender „Telenueve“ Rojnica 90jährig in Argentinien aufgespürt und mit seinen Verbrechen konfrontiert. Bis zu seinem Tod, war er sich keiner Schuld bewusst. Gegenüber „Telenueve“ hatte er uneinsichtig zu verstehen gegeben: „Wenn der Kampf für die Unabhängigkeit Kraotiens ein Verbrechen ist, na dann, nennen Sie es ein Verbrechen.“

Rojnica Dok Ivo Rojnica

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Eingeordnet unter Ivo Rojnica, RA

Grand-Nazi-Dame Ilse Carola Salm starb im Juli 2007

Die Rechtsextremistin Ilse Carola Salm [*24.03.1911-†29.07.2007] ist im Alter von 96 Jahren in Süddeutschland gestorben. Den Nationalsozialismus unterstützte sie aktiv als Funktionärin des „Bund deutscher Mädel“ [BDM], indem sie die Betreuung einer so genannten „Kükengruppe“ übernahm, in der Mädchen zwischen 10 und 14 Jahren auf den „Jungelmädelbund“ [JM] eingeschworen wurden. Ihr Mann, Fritz Krause, war zu jener Zeit Sozialreferent der „Reichsjugendführung“, die durch Gleichschaltung die fortdauernde Herrschaft der NSDAP absichern sollte. Später meldete sich Krause freiwillig als Soldat der Waffen-SS. Der Großteil der SS-Division „Florian Geyer“ wird am 12. Februar 1945 beim Fall von Budapest getötet, darunter auch Fritz Krause. Damit endet die deutsche Besatzung Budapests, der etwa ein Drittel der jüdischen Bevölkerung zum Opfer gefallen war. Ilse Carola Salm ging mit ihren Kindern zunächst nach Braunschweig und zog später in ein Haus in Söcking bei Starnberg.

Auch nach dem Ende des Nationalsozialismus war Salm fest in rechtsextreme Strukturen eingebunden und fungierte fortan als Brückenschlag zwischen neu-rechten Strömungen, parteigebunden Rechtsextremisten und „Freien Kameradschaften“, bis hin zur terroristischen Nazi-Szene. Zunächst engagierte Salm sich für die „Hilfsgemeinschaft auf Gegenseitigkeit der ehemaligen Angehörigen der Waffen-SS e.V.“ [HIAG], später wurde sie Mitglied im revanchistischen „Wikitobund“. Mit ihrer Tätigkeit als Autorin rechtsextremer Publikationen wie der „Deutschen Stimme“, „Nation & Europa“, „Deutschland in Geschichte und Gegenwart“, „Eckartbote“ sowie „Europa vorn“ und der „Junge Freiheit“, sowie diversen flämischen Propaganda-Organen nahm sie auch maßgeblich Einfluss auf die Entwicklung der „Neuen Rechten“ und ergriff publizistisch Partei für die pangermanische „Hermann-Niermann-Stiftung“, die immer wieder wegen personeller Überschneidungen und ihrer geistigen Nähe zum Rechtsextremismus in die Kritik geraten war. In den 1970er Jahre unterstützte sie aktiv die NPD und ihre Jugendorganisation, die „Jungen Nationaldemokraten“ [JN]. Sie knüpfte enge Kontakte zu flämischen Nationalisten, darunter der spätere „Voorpost“-Vorsitzende Francis van den Eynde, der heute auch der flämisch-nationalen Partei „Vlaams Belang“ angehört und vermittelte eine langanhaltende Zusammenarbeit zwischen der JN und „Voorpost“. In den Folgejahren organisierte Salm immer wieder die so genannten Flandernfahrten [Ijzerbedevaart] ins belgische Diksmuide, die vorallem der Vernetzung europäischer Nationalisten dient. Nach Angaben des NPD-Parteiorgans „Deutsche Stimme“ feierte sie auch ihren 90. Geburtstag gemeinsam mit der nationalistisch flämischen Gruppierung „Voorpost“.

Zuletzt lebte sie in einem Seniorenstift im Bayerischen Wald, wo sie im Juli 2007 verstorben ist. Die NPD freut sich unterdessen, dass die umfangreiche Bibliothek von Ilse Carola Salm in den Besitz des „Nationalen Bildungszentrums“ übergeht. Im Gegenzug dazu, geht sie laut DS als „grande dame des modernen europäischen Nationalismus“ in die Geschichtsschreibung der NPD ein.

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Eingeordnet unter D, Ilse Carola Salm

„Die Mörder sind noch unter uns“

Das Simon-Wiesenthal-Zentrum sucht nach niemals verurteilten Kriegsverbrechern des Zweiten Weltkriegs.

Gesucht werden NS-Verbrecher, die bis heute nicht zur Rechenschaft gezogen worden sind. Mörder laufen frei herum und genießen ihren Lebensabend. Wenn Sie damit nicht einverstanden sind, dann helfen Sie bitte, die Täter zu finden und vor Gericht zu stellen. Unterstützen Sie die „Operation Last Chance“, denn es ist wirklich die letzte Chance. Noch ist es möglich.


Aufruf Steckbrief

Das Simon Wiesenthal Center und die Targum Shlishi Foundation setzen für Hinweise, die zur Verurteilung und Bestrafung eines Nazi-Mörders führen, eine Belohnung von 10.000 € aus.

Informationen bitte an:
Simon Wiesenthal Center,
Telefon:0 30 /695 695 54
Post: Mendele Street 1, 92147 Jerusalem, Israel
E-Mail: swcjerus@netvision.net.il
www.operationlastchance.com

Danke für Ihre Unterstützung.
SIMON WIESENTHALCENTER
Dr. Efraim Zuroff
Aryeh Rubin
Kooperationspartner in Deutschland: honestly-concerned e.V., www.honestly-concerned.org

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